Kriterienmatrix

Die hier abgebildete Kriterienmatrix wurde von BMU, UBA und IDZ gemeinsam entwickelt. Sie stellt die wesentlichen Parameter für ökologisches Design entlang des Lebenszyklus dar und soll zum einen den Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie den Jurorinnen und Juroren des Bundespreises Ecodesign Orientierung bieten, zum anderen kann sie auch als Werkzeug und Hilfestellung in der Designpraxis genutzt werden. Sie finden die Matrix hier zum Download:


eco_Matrix_A3.pdf (477.1 KB)


eco_Matrix_A4.pdf (522.9 KB)



  • Innovationsgrad und Originalität des Entwurfs

  • Nutzereinbindung bei der Ideenfindung und Entwicklung

  • Ausrichtung an den Bedürfnissen der potentiellen Nutzer/-innen, nicht an aktuellen Modetrends

  • innovative, umweltfreundliche Produktionsweise
  • innovative Vertriebskonzepte, die helfen, Energie und Ressourcen zu sparen
  • neue Nutzungskonzepte (z. B. Nutzen statt Besitzen)
  • Gesamtkonzeption sieht die Wieder- oder Weiterverwendung von Teilen eines Produktes/eines Kleidungsstücks vor (z. B. Kaskadennutzung, Vintage, Clothes Swapping usw.)

  • entsorgungsgerechtes Design: Idee/Konzeption zielt auf eine möglichst umweltverträgliche Entsorgung ab
  • Wahl umweltverträglicher Materialien: erneuerbar/nachwachsend, in ausreichender Menge vorhanden, aus kontrolliert biologischem Anbau, recycelt, lokal gewonnen und verarbeitet, recyclingfähig, biologisch abbaubar, langlebig, mit niedriger inherenter Energie

  • Verzicht auf umweltgefährdende Stoffe

  • ressourcenschonendes Design (z. B. durch Leichtbau, Miniaturisierung, Dematerialisierung usw.)

  • Ressourceneffizienz: Einsparung von Rohstoffen, Wasser und Energie bei der Fertigung

  • geringe Materialvielfalt

  • sortenreine Verwendung der Materialien, kein Materialmix, keine Verbundstoffe

  • Kennzeichnung der verwendeten Materialien und Komponenten

  • Verwendung von Energie, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird

  • lokale Fertigung, standortnahe Zulieferer

  • Verpackung aus umweltfreundlichen Materialien

  • Mehrwegverpackung, wiederverwertbare Verpackung

  • Verringerung des Treibstoff- und Energieverbrauchs beim Transport

  • Reduktion der Verbrauchsmaterialien (z. B. Waschmittel, Druckerfarbe, Kaffeefilter, Papier, Öl, Lösungsmittel usw.)

  • Verringerung des Energieverbrauchs bei der Nutzung (z. B. kein Standby-Modus bei elektrischen Geräten)

  • sortenreine Trennung und Rückführung der Materialien in die natürlichen und technischen Kreisläufe

  • umweltverträgliche Entsorgung, z. B. durch Kompostierbarkeit oder gute Verbrennungseigenschaften von Materialien
  • ästhetische Qualität des Entwurfs

  • Wertigkeit, Langlebigkeit

  • modularer Aufbau, Wahl stabiler Konstruktionsmechanismen

  • funktions- und materialgerechte Gestaltung

  • technisch hochwertige Verarbeitung, geringe Verschleißanfälligkeit

  • Variabilität, Multifunktionalität, Anpassungsfähigkeit

  • Möglichkeit zum Upgrading (Ersatz veralteter Bauteile, z. B. bei hochwertigen technischen Geräten) oder Refurbishing (Überholung und Instandsetzung zum Zweck des Wiederverkaufs)

  • logistikgerechte Fertigung: Reduktion von Produktvolumen und -gewicht (z. B. durch Klappmechanismen, die einfache Zerlegbarkeit des Produkts usw.)

  • wenig, leichte Verpackung

  • Verringerung des Lade- und Stauraumbedarfs

  • selbsterklärend, intuitiv verständlich

  • nutzerfreundlich, einfach bedienbar, fehlerverzeihend

  • gut lesbare und leicht verständliche Produktgrafik, Menüführung und Bedienungsanleitung

  • wartungsfreundlich, leicht und umweltverträglich zu reinigen

  • reparaturfähig

  • leichte Demontierbarkeit der einzelnen Bauteile, möglichst mit Standardwerkzeugen

  • Separierbarkeit von Materialien/Schadstoffen, um sie umweltgerecht entsorgen zu können
  • bei der Entwicklung neuer Produkte: Verzicht auf umweltbelastende Stoffe und Fertigungsverfahren

  • bei der Überarbeitung bestehender Produkte: Identifikation von schadstoff- und abfallverursachenden Komponenten/Verfahren und Substitution durch umweltverträgliche Stoffe bzw. Technologien

  • emissionsarme Fertigung, Vermeidung von Lärm und Geruch

  • CO2-Reduktion, klimaneutrale Fertigung

  • Schadstoff- und Abfallvermeidung/ -verminderung bei der Fertigung

  • Anwendung der besten verfügbaren Techniken (BVT), vgl. BVT-Merkblätter zur europäischen Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie)

  • Aufbereitung von Schmutzwasser u. a. Produktionsrückständen

  • Reduktion der Emissionen durch effiziente Logistik

  • Wahl umweltfreundlicher Transportmittel, Verzicht auf Luftfracht

  • Schadstoffvermeidung/-verminderung bei der Nutzung

  • Abfallvermeidung/-verminderung bei der Nutzung

  • Verwertung von Abfällen, Rückführung in die Kreisläufe

  • umweltgerechte Entsorgung von Abfällen und Schadstoffen
  • Verzicht auf gesundheitsgefährdende Stoffe
  • keine gesundheitsgefährdenden Verarbeitungs- und Veredelungsprozesse

  • Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen

  • Sicherheit bei der Nutzung

  • ergonomische Handhabung

  • keine toxischen Substanzen im Endprodukt

  • symbolischer Gehalt, Zeichenfunktion des Designs
  • Einsatz ressourcenschonende Kommunikationsformate und -medien (z. B. digitale Bedienungsanleitung, Verwendung von Recyclingpapier bei Druckerzeugnissen usw.)
  • klar, verständlich, transparent

  • Hinweise für eine umweltgerechte Verwendung auf dem Produkt oder in der Gebrauchsanleitung

  • Verbraucherinformation (Produktkennzeichnung, z. B. Blauer Engel usw.)

  • Hinweise für eine umweltgerechte Entsorgung auf dem Produkt oder in der Gebrauchsanleitung
  • Reparatur- und Wartungsangebot
  • Rücknahmesystem

  • Upgrading-, Refurbishingangebot



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