Nominierte 2014


Hier finden Sie eine Übersicht der für den Bundespreis Ecodesign 2014 nominierten Projekte:

Kategorie Produkt


berner

BERNER Claire Sicherheitswerkbank
BERNER International GmbH
Design: Neomind Matthias Fischer, Mirko Kiesel

Die Claire Sicherheitswerkbank wird in Laboren mit hohen Sicherheitsanforderungen eingesetzt. Mit dem geschlossenen Shield-Design, einem LED-Farbcode, der den Sicherheitsstatus anzeigt und einem Detektionssystem für Luft-Störströmungen bietet sie hohen Schutz. Der Verzicht auf Kunststoff bei der Fertigung, ein Sensor für die automatische Umschaltung auf Sparmodus bei Nichtgebrauch und die Reduktion des Stromverbrauchs von 500W auf 85W sowie des Lärmpegels um 90% minimieren die Umweltbelastungen.

Blattwerk-Kollektion

HELLER-LEDER GmbH & Co. KG

Das Polsterleder der Blattwerk-Kollektion wird mit Olivenblättern nach Standards des Blauen Engel gegerbt. Der Einsatz von Lacken und Farbstoffen ist so verzichtbar und die ressourcenschonende Verwendung eines Abfallprodukts aus der Olivenernte möglich. Vor- und Nachbehandlung erfolgen gesundheitlich unbedenklich und schadstofffrei. Einige der Ledervarianten werden nach der Färbung in ihrem Naturzustand offenporig belassen. Durch den Schutz mit Bienenwachs bieten sich Vorteile für Optik und Haptik.

deep space
brühl
Design: Kati Meyer-Brühl

Das Programm von deep space umfasst Sofas mit oder ohne integriertem Tischcontainer, Sessel, Hocker und einen Tisch. Ein leicht kegelförmiger Rücken, geschwungene Armlehnen und ein graziles Untergestell charakterisieren die schwungvolle Formgebung. Holzart, Fußmaterial und Bezug können nach Kundenwunsch individuell angepasst werden. Durch den pflanzlich gegerbten, abziehbaren Bezug aus Oliva-Leder und die solide Verarbeitung erhöht sich nicht nur die Nutzungsdauer, auch Ressourcen werden geschont.

E-FORCE, Lastkraftwagen
E-FORCE ONE AG

Der 18t-Elektro-LKW E-FORCE vereint Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit aufgrund großer Reichweite. Durch seinen Elektroantrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien ist er leiser und verbraucht nur 1/3 der Energie konventioneller Diesel-LKW. Die langlebigen LiFEPO4-Batterien sind leistungsstark und recycelbar. Der Anschaffungspreis amortisiert sich durch geringe Betriebskosten. In den Flotten von Coop und der Carlsberg Group ist er bereits im Einsatz.

Frosch Recyclat-Initiative für Verpackungen
Werner & Mertz GmbH
Design: Projektteam Recyclat-Initiative Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, Alpla-Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, UNISensor Sensorsysteme GmbH, NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Im Rahmen der Recyclat-Initiative werden für Frosch-Reinigungsmittel transparente Behälter hergestellt, die bis zu 40 Prozent aus PET der Grünen-Punkt-Sammlung bestehen. Altverpackungsmaterial aus dem Gelben Sack wird damit erstmalig für Upcycling nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip genutzt, das beliebig oft wiederholt werden kann. Die hochwertige Wiederverarbeitung im geschlossenen Wertstoffkreislauf zeigt sich im unveränderten Erscheinungsbild hinsichtlich Form, Funktion und Haptik der Frosch-Flaschen. Das Projekt ist als Open-Innovation-Initiative konzipiert: Jeder Marktteilnehmer ist zum Mitmachen eingeladen.

neptu

NeptuTherm®, 100% naturreine Dämmung aus dem Meer NeptuTherm e.K. Prof. Richard Meier NeptuGmbH

NeptuTherm® ist ein ökologischer Dämmstoff, der zu 100% aus Naturfaser besteht, einem Abfallprodukt aus dem Mittelmeer. Aus den Blattrippen und -scheiden verwelkter Blätter des Seegrases Posidonia oceanica bilden sich durch Wellenbewegungen kleine Grasbälle, die an den Strand gespült werden. Ohne jede chemische Behandlung wird daraus ein Dämmstoff, der alle Anforderungen gesetzlicher Vorgaben erfüllt. Als Stopf-, Schütt- und Einblaswolle verwendet, weist er eine hohe Wärmespeicherkapazität auf.

nira

NIRA-ECO-Sedummatte, 100% kompostierbare Dachbegrünung Niedersächsische Rasenkulturen NIRA GmbH & Co. KG

Die NIRA-ECO Sedummatte ist eine vollständig kompostierbare Vegetationsmatte für die Begrünung von Dächern, Mauern, Gleiszwischenräumen und Gartenanlagen. Durch die Kombination von Dachbegrünungspflanzen, NIRA-Anzuchtsubstrat (torffrei) und dem kompostierbaren Wasserspeichervlies (Ecogrow), das zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, entsteht eine ökologisch wertvolle Vegetationsmatte, die umweltschonend entsorgt werden kann.

recover

RE/COVER green – organic flooring by Vorwerk
Vorwerk & Co. Teppichwerke GmbH & Co. KG
Design: Hadi Teherani AG Hadi Teherani, Elke Malek, Gyde Nissen, Anja Sorger

RE/COVER green steht für elastische Bodenbeläge auf Basis ökologischer Stoffe (Bio-Polyole aus Rizinus- und Rapsöl statt petrochemische Polyole, ohne PVC und Weichmacher). Ihre Ästhetik spielt mit Anmutungen authentischer Baustoffe wie Holz, Stein oder Metall. Auf den zweiten Blick kommt das Künstlerische des Dekors zur Geltung, das durch leichten Schimmer an Beton- und Wasserflächen erinnert. Die Bodenbeläge sind pflegeleicht, verlegefreundlich, langlebig, geruchsneutral, emissionsarm und recyclebar.

Schwermetallfreie Brillenglasfertigung
Satisloh GmbH
Design: Entwicklungsabteilung Satisloh
Dr. Michael Mauderer und Team

In dem Produktionsverfahren zur Brillenglasherstellung wird das schwermetallhaltige „Alloy“ durch einen ökologisch unbedenklichen Klebstoff ersetzt. Er verbindet die Brillenglasrohlinge mit dem ebenfalls neu entwickelten Werkstoffträger, der aus Kunststoff statt aus Aluminium gefertigt wird. Weder beim Verbindungs- noch beim Trennungsverfahren fallen schwermetallhaltige Abfälle an. Das Resultat: Ein höherer Gesundheitsschutz für den Arbeitnehmer und eine geringere Umweltbelastung bei der Entsorgung.

sparschnitt

Spar-Schnitt Panther Packaging GmbH & Co. KG

Der Spar-Schnitt ist eine Sekundärverpackung für die Getränkeindustrie. Das ausgestanzte Material der seitlichen Sichtfenster dient dabei als Verschluss und bietet bei bis zu 35% Materialersparnis eine bessere Verbindungssteifigkeit durch verklebte Laschen. Flaschen, Tetra Pak, Giebelpackungen oder Dosen können so stabil verpackt werden. Reduzierter Materialeinsatz schont Rohstoffe und reduziert durch Platzeinsparung Emissionen beim Transport. Wellpappe und Klebstoff sind rein pflanzlich und recyclebar.

vesper

Vesperbrett Pozsgai Möbelschreinerei
Design: Grafikdesign Stefanie Schmidt

Die Vesperbrettchen bestehen aus Restprodukten der Furnierindustrie. Eschenholz aus der Stammmitte (das Herzbrett) machen sie formstabil und gerade. Aus einem Stück geschnitten, sind die Brettchen klebstofffrei, langlebig und spülmaschinenfest. Als Designelement, das auf die natürliche Herkunft hinweist, ist eine Strichliste in die Stirnseite eingebrannt.

vosLED-Glühlampe
vosla GmbH

Herzstück der vosLED-Glühbirne ist ein LED-Faden mit hunderten Low-Power-Mikro-LEDs, der im Gegensatz zu Energiesparlampen warmes Licht in einem Abstrahlwinkel von 340 Grad abgibt. Die vosLED besitzt alle Vorzüge der klassischen Glühlampe. Sie ist dabei energiesparender und leichter als herkömmliche Glühlampen, bleibt im Betriebszustand kalt, hat eine längere Lebensdauer und enthält kein Quecksilber. In der Retrofit-Variante entspricht sie sowohl den Stilvorgaben als auch der Lichtstimmung des Originals.

wunderwerk. more than organic.
Rheinstoff GmbH & Co. KG
Design: wunderwerk Heiko Wunder, Anna Brückmann, Judith Koch

Das Eco-Fashion-Label wunderwerk verzichtet nahezu vollständig auf den Einsatz erdölbasierter Rohstoffe wie Polyamid, Polyacryl und Polyester. Verwendet werden größtenteils GOTS-zertifizierte Rohstoffe aus Deutschland und Europa. Anstelle chemischer Bearbeitung steht Handarbeit: Airbrush-Technik und Stonewash ersetzen das Bleaching mit Chlor. Mehrfachüberfärbungen, Batik und das Kaltfärbeverfahren „mal tinto“ (dt. für „schlecht gefärbt“) erzielen Farb- und Auswascheffekte sowie einen natürlichen Used-Look.

Kategorie Service


CO2-Kompass

Scholz & Volkmer GmbH
Durchgeführt für: DB Mobility Networks Logistics
Design: Hieu Phan, Larissa Honsek, Mauricio Franicevich Garcia

Mit dem Online-Spiel CO2-Kompass setzt sich die Deutsche Bahn als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands das Ziel, Mitarbeiter und Firmenangehörige für einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren. Der CO2-Kompass motiviert spielerisch dazu, durch den Wettbewerb mit andern in Heim und Büro CO2 einzusparen. Mithilfe von praktischen Alltagstipps, z. B. zu Recyclingpapier-Nutzung oder richtigem Heizen, kann man den CO2-Bedarf einschränken und sich darin mit anderen messen.

Recyclingsuche-App eSchrott

Hellmann Process Management GmbH & Co. KG

Die kostenlose App eSchrott macht die Entsorgung alter Elektrogeräte schnell und einfach möglich. Ansprechend und benutzerfreundlich gestaltet, greift sie auf ein bundesweites Netz von über 15.000 kommunalen und gewerblichen Sammelstellen zu und zeigt dem Bürger die nächstgelegene an. Wöchentlich informiert sie über Umweltthemen. Auch illegal abgeladener Elektro-Schrott kann via App gemeldet werden. Die Sammelquote von Altgeräten wird so erhöht und die Rückgewinnung wichtiger Sekundärrohstoffe gefördert.

Tonne

Zu gut für die Tonne! – App gegen Lebensmittelverschwendung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Konzeption: MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH Tobias Löser, Martina Weier, Gunnar Hansen
Screendesign, Realisierung: meiio interaction design Simon Obitz
Gestaltung: malzwei Grafikdesign Christine Lüdke, Sybille Pook

"Zu gut für die Tonne!" ist eine Initiative zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Als Medienkampagne gestartet, wird sie als App weitergeführt. Um Bürger zu motivieren, weniger Lebensmittel wegzuwerfen, stellt die App zehn Verhaltensregeln bereit sowie Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit und Rezepte zur Resteverwertung. Neben Information bietet sie Benutzerfreundlichkeit durch den integrierten Einkaufsplaner und die Verlinkung zur Website.

Kategorie Konzept


klimamarkt

2050 – Dein Klimamarkt Bremer Energie-Konsens GmbH
Design: GfG / Gruppe für Gestaltung GmbH
Carsten Dempewolf, Björn Voigt, Asja Beckmann

Der Klimamarkt ist ein Konzept zur Umweltkommunikation, z. B. wird in lokalen Einkaufszentren ein Marktstand aus Pappe aufgebaut. Sein Design irritiert und macht neugierig. Angeboten werden virtuelle Waren wie Lebensmittel, Kleidung, Reisen. Der Einkauf erfolgt, indem Bilder des Produkts auf einen Pappeinkaufskorb gestempelt werden. An der Kasse erhält der Kunde die Quittung – in Form von CO2-verringernden Handlungsoptionen für den Alltag. Ziel ist die positive, erlebnisorientierte Information über nachhaltigen Konsum.

Umweltfreundliches Nutzfahrzeug

StreetScooter GmbH
Design: Poschwatta Automotive Design Nils Poschwatta

Eigens für die Deutschen Post hat die StreetScooter GmbH ein maßgeschneidertes Elektromobilitätskonzept entwickelt. Gemäß den spezifischen Anforderungen der Verbundzustellung (Briefe und Pakete) wurde ein umweltfreundliches E-Nutzfahrzeug entwickelt, das die Zusteller auf Grundlage von Simulationstests körperlich entlastet. Produktions- und Kostenaufwand sind durch die Leichtbauweise gering. Zudem ermöglicht das modulare Baukastensystem die Produktion weiterer Fahrzeugvarianten.

Kategorie Nachwuchs


Algaemy
Essi Johanna Glomb und Rasa Weber
Studio Blond & Bieber
Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Algaemy ist ein analoger Textildrucker, der Farbpigmente selbst produziert. Die Farbpalette reicht von Blau-, Grün- und Brauntönen bis hin zu leuchtendem Rot. Veränderbarkeit von Farbgebung und Oberfläche gehören hier zum ästhetischen Konzept. Algaemy nutzt in einem autarken Herstellungszirkel das nachhaltige Potential einer CO2-bindenden Mikroalge, die in Europa als bisher als Unkraut angesehen wird, jedoch Filtereigenschaften aufweist und als nachwachsender Rohstoff fruchtbar gemacht werden kann.

artifical

Artificial Nature Project
Miko Noemi Plötner
AMD Akademie Mode & Design

Die DOB-Kollektion Artificial Nature Project, zeichnet sich durch farbenfrohe, ausgefallene High Fashion-Kleidungsstücke mit aufwändigen Oberflächenstrukturen und ungewöhnlicher Linienführung aus. Zentral für die Produktion ist das Upcycling von Resten und Abfällen. Es betrifft Materialien (Altkleider und -textilien, ausgediente Plastiktüten, Klarsichthüllen) und Färbestoffe (Zwiebel-, Avocadoschalen, Tee, Hölzer). Die Konzeption kleiner Schnittteile ermöglicht die Verarbeitung von Resten.

conbou

CONBOU Bambus Leichtbaukonstruktion
Wassilij Grod
Bauhaus-Universität Weimar
CONBOU

Für das Sandwichmaterial CONBOU wird schräg angeschnittener Bambus zwischen zwei Platten verschränkt verleimt. Der Schräganschnitt bietet eine größere Klebefläche, die diagonale Konstruktion größere Stabilität. Hohlraum zwischen den Platten bietet Platz für Elektrokabel und Isolation. Mit deutlich weniger Materialeinsatz gegenüber Massivplatten entsteht ein hoch belastbarer, leichter Verbundwerkstoff. Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Bambus ist ressourcensparend und kostengünstig.

recto

Das Recto-Verso der Gestaltung
Juliane Lanig
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

Der Begriff Recto-Verso (Vorder- und Rückseite eines Papierblattes) symbolisiert als Sinnbild für Ressourceneinsparung Inhalte und Ziele dieses Buches: die Hälfte an Papier kann ausreichen, wenn beide Seiten bedruckt werden. Zugrunde liegt die Vision, Lebensstil und steigende Konsumansprüche auf gestalterischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Ebene zu entkoppeln. Verkürzung von Wertschöpfungsketten und immaterielle Lösungen wie Produkt-Sharing oder Selbstversorgung werden beleuchtet.

zerlegbarkeit

Die Zerlegbarkeit der Dinge
Isabell Jusek
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Zerlegbarkeit kennzeichnet das modulare System von Küchengeräten, das aufgrund dieser Eigenschaft leicht zu reparieren ist. Gusseiserne Basiselemente und Behälter mit bruchsicherer Wandstärke garantieren Langlebigkeit. Auswechselbare Silikondichtungen ermöglichen zudem die De-/Montage durch den Endverbraucher. So wird dem Trend zu Wegwerfprodukten etwas entgegengesetzt, die Kunden bei Defekt zum Neukauf zwingen, weil sie etwa durch Gehäuseverschweißung nicht auseinandernehmbar sind.

Link_urban logistics
Ayelet Fishman
Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Link_urban logistics ist ein Mobilitätssystem, das die bestehende Stadtinfrastruktur für eine nachhaltige Güterverteilung nutzt. Es umfasst u.a. eine Flotte elektrischer semiautonomer Transporter. Waren werden aus Gütersammelzentren am Stadtrand systematisch nach Gebieten sortiert und in Containern auf lokale Nachbarschafts-Lagerräume verteilt. Dies erspart unnötige Fahrten und verkürzt Lieferdistanzen. Im weiteren Transport zu örtlichen Geschäften werden LKW durch umweltfreundliche Beförderungsmittel ersetzt.

ministerium

Ministerium für Glück und Wohlbefinden
Gina Schöler, Daniel Clarens
Hochschule Mannheim
Ministerium für Glück und Wohlbefinden

Das Ministerium für Glück und Wohlbefinden steht metaphorisch für eine multimediale Kommunikationskampagne, die das Thema Glück behandelt. Alltags- und bürgernahe Aktionen motivieren zum Umdenken und nachhaltigen Handeln. Dies geschieht in Form einer sozialen Plastik im Beuys‘schen Sinne mit einer Mischung aus Sendungsbewusstsein, Satire und Utopie ohne Patentrezept und Parolen. Ziel ist ein gesellschaftlicher Wandel hin zu Bewusstsein, Reduktion und Zufriedenheit, kurz: das Bruttonationalglück.

MLKL
Jeongdae Kim
Hochschule für Künste Bremen

MLKL ist ein umweltfreundliches und kostengünstiges Verfahren zum Schutz von durch Erosion bedrohten Lebensräume. Zur Festigung des Erdreichs werden kompostierbare Module mit integrierten Samenkapseln (von Schnellwurzlern) netzartig an erodierenden Hängen angebracht. Bald bieten die Wurzeln Halt und die Module lösen sich auf. Ihre besondere Form ermöglicht je nach Erosionsgrad eine eng- bzw. weitmaschige Vernetzung. Hergestellt werden sie aus Abfallmaterialen wie Stroh, Dung, Haar und Laub.

Qualitätswerte in der Produktgestaltung
Johanna Gedeon, Gabriel Brückner
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Qualitätswerte in der Produktgestaltung

Der Tintenstrahldrucker wirkt durch gestalterische Zeitlosigkeit und technische Langlebigkeit der Tendenz abnehmender Qualität bei technischen Produkten entgegen (Stichwort: geplante Obsoleszenz). Seine Qualitätswerte: Austauschbare Komponenten mit reduzierten beweglichen Teilen ermöglichen Reparatur und Aufrüstung. Das an der Funktion orientierte vertikale Design und die intuitive Bedienbarkeit machen das Gerät benutzerfreundlich. Große Tintentanks erübrigen häufiges Nachfüllen.

relop

RELO²P
Michael Göhlert
Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Das Projekt RELO²P fokussiert die Rekultivierung eines ehemaligen Lausitzer Tagebaus zu einer produktiven Landschaft. Mithilfe von Mikroalgenkulturen aus dem Grubengewässer wird CO2 des nahegelegenen Kraftwerks abgebaut und in Biomasse umgewandelt. Daraus können gemäß diesem Rotationsprinzip wieder Biodiesel und Elektrizität im ebenfalls nahen Biokraftwerk gewonnen werden. Nachhaltiger Tourismus im Uferbereich wird möglich, wo über die nachhaltige Energieerzeugung im Gebiet informiert wird.

sola

SOLA Autarke Energie
Eva Hotz
Kunsthochschule Berlin-Weißensee
SOLA Autarke Energie

Das SOLA Autarke Energie ist ein mobiles System zur autarken Energie- und Wasserversorgung bei ökologischen Expeditionen. Bestehend aus faltbarem Solartextil, abnehmbarem Akku und UV- Wasserfilterungstechnik dient es der Speicherung und Umwandlung von Sonnenenergie sowie der UV-basierten Wasserdesinfektion. Mit nur 800g Gewicht kann es im hängenden Zustand oder liegend genutzt werden. Es ist zerleg- und reparierbar und kann aufgrund seiner Falttechnik auf ein Zehntel seiner Größe reduziert werden.

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